Startschuss für die kommunale Wärmeplanung in Großhansdorf
Wie kann die Wärmeversorgung in Großhansdorf künftig sicher, bezahlbar und klimafreundlich gestaltet werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich die kommunale Wärmeplanung, die nun offiziell beginnt. Die Gemeinde hat die KEEA Klima und Energieeffizienz Agentur GmbH mit der Erstellung des Wärmeplans beauftragt.
„Mit der kommunalen Wärmeplanung stellen wir uns frühzeitig der Frage, wie Großhansdorf auch in Zukunft zuverlässig und bezahlbar mit Wärme versorgt wird. Ich freue mich, dass wir mit der KEEA einen Partner an unserer Seite haben, der unsere Gemeinde bereits bestens kennt." so Bürgermeister Andreas Bitzer. In den kommenden Monaten wird das Fachbüro aus Kassel nun untersuchen, welche Möglichkeiten für eine zukünftige Wärmeversorgung im Gemeindegebiet bestehen und welche Lösungen für die unterschiedlichen Bereiche Großhansdorfs grundsätzlich geeignet sein könnten.
Planung
Großhansdorf ist vor allem durch Ein- und Zweifamilienhäuser, einen hohen Baumbestand und eine überwiegend dezentrale Wärmeversorgung geprägt. Ein flächendeckendes Fernwärmenetz besteht bislang nicht. Gleichzeitig gibt es mit den Klinikstandorten, dem Schulzentrum sowie größeren Wohn- und Pflegeeinrichtungen einige bedeutende Wärmeverbraucher, die bei der Planung besonders betrachtet werden.
Zu Beginn werden die bestehende Wärmeversorgung, die Gebäude- und Siedlungsstruktur sowie die vorhandene Energieinfrastruktur untersucht. Anschließend wird geprüft, welche Potenziale für erneuerbare Wärme, unvermeidbare Abwärme und eine Reduzierung des Wärmebedarfs vorhanden sind.
Darauf aufbauend soll der Wärmeplan zeigen, in welchen Bereichen Wärmenetze grundsätzlich sinnvoll sein könnten und wo voraussichtlich dezentrale Lösungen, beispielsweise Wärmepumpen, besser geeignet sind. Abschließend wird ein Zielszenario für das Jahr 2040 erstellt, sowie konkrete Maßnahmen für die weitere Umsetzung entwickelt.
Orientierung
Die kommunale Wärmeplanung ist eine strategische Planung für das gesamte Gemeindegebiet. Sie legt nicht fest, welche Heizung in einem bestimmten Gebäude eingebaut werden muss, und verpflichtet Eigentümerinnen und Eigentümer nicht unmittelbar zum Austausch ihrer Heizungsanlage. Auch die Darstellung eines möglichen Wärmenetzgebietes bedeutet noch nicht, dass dort tatsächlich ein Wärmenetz gebaut wird.
„Mir ist wichtig, dass alle klar gesagt bekommen: Der Wärmeplan schreibt niemandem eine bestimmte Heizung vor. Er gibt stattdessen Sicherheit und Orientierung – für die Gemeinde, für die Versorger und für jede einzelne Eigentümerin und jeden einzelnen Eigentümer." betont Bitzer.
Beteiligung
In den Planungsprozess werden unter anderem Energieversorgungsunternehmen, Wohnungswirtschaft, größere Wärmeverbraucher, Politik und Verwaltung einbezogen. Auch die Öffentlichkeit erhält Gelegenheit, sich über Zwischenergebnisse zu informieren und Hinweise einzubringen. Geplant sind unter anderem eine öffentliche Informationsveranstaltung und die öffentliche Auslegung von Planungsergebnissen.
Die Fertigstellung des Wärmeplans ist bis zum 31. März 2027 vorgesehen. Über den Projektfortschritt, Zwischenergebnisse und Beteiligungstermine informiert die Gemeinde fortlaufend auf ihrer Internetseite. Wichtige Termine und Beteiligungsmöglichkeiten werden voraussichtlich auch im Waldreiter sowie je nach Anlass über weitere Informationswege wie Plakate oder Flyer bekannt gegeben.
Fragen oder Anregungen?
Sie haben Fragen oder Anregungen zur kommunalen Wärmeplanung? Dann schreiben Sie uns gerne an:
waermeplanung@gemeinde-grosshansdorf.de.